DruckenAn  Freunde schickenText verkleinernText vergrössern

Absolut sehenswert

Le Havre


Mit 193.000 Einwohnern ist Le Havre die größte Stadt der Normandie. Das nach dem Krieg von dem Start-Architekten Auguste Perret vollkommen neu errichtete Stadtzentrum gehört seit dem Jahr 2005 zum dem UNESCO-Weltkulturerbe.
 

LeVolcan©OT-Le-Havre-Pixell.jpg

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Le Havre zu einem bedeutenden Industriezentrum. Eine besondere Rolle spielte der Transatlantikhafen. Hier wurde reger Handel mit Rohstoffen wie Baumwolle, Kaffee, Gewürzen und Tropenhölzern getrieben. Darüber hinaus verzeichnete der Hafen ein großes Passagieraufkommen auf den Atlantikrouten.

Das Stadtbild ist untrennbar mit der maritimen Tradition verbunden. Es wurde von bedeutenden Architekten unserer Epoche geprägt: Bellarmato, Thibault, Lamandé, Perret, Niemeyer, Reichen & Robert und natürlich Jean Nouvel, dem Pritzker-Preisträger (bedeutende internationale Architekturauszeichnung).



Le Havre ist die einzige Stadt, deren moderne Stadtarchitektur zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde. Mit seiner beinahe visionären „Poesie in Beton" hat es Auguste Perret, eine Schlüsselfigur in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts, verstanden, der im Inferno des Zweiten Weltkrieges nahezu vollständig zerstörten Stadt eine neue Seele einzuhauchen. Unverkennbar sein Stil: klare Linien, viel Raum, Beton in verschiedenen Farbnuancen sowie das Spiel mit dem Licht.

Schon vor Auguste Perret zog das Licht der Normandie Maler in seinen Bann. Im Jahre 1872 malte Claude Monet im Hafen von Le Havre ein Bild mit dem Titel Impression Soleil Levant. Dieses Kunstwerk verhalf übrigens dem damals neuen Stil in der Malerei zu der Bezeichnung Impressionismus.
 


Sehenswürdigkeiten

 

  • Kirche Saint-Joseph: Mit dem 110 Meter hohen achteckigen „Laternenturm" ist die Kirche das Symbol des Wiederaufbaus der Stadt. Auguste Perret erlebte die Einweihung der Kirche leider nicht mehr. Das Gottenhaus wurde von Architekten seines Büros vollendet. Der Bau gilt als Meilenstein in der Architekturgeschichte und als Emblem des Neubeginns in Europa nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges.
  • Das von Auguste Perret wieder aufgebaute Stadtzentrum : Bildgalerie
  • Musterwohnung von Perret:Eingerichtet im Stil der Jahre des Wiederaufbaus 1945-1955.
  • Der "Volcan": Kulturzentrum und internationaler Szenetreff nach den Plänen des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer von 1982. Das Ensemble umfasst zwei Baukörper. Im höheren der beiden finden Theater und Kino ihren Platz. Der andere dient vor allem als Konzertsaal für aktuelle Musik. Der Komplex ist in weißem oder bemaltem Beton ausgeführt. Seine kurvenreiche Linienführung mit fließenden Formen zitieren die Strömungen der zeitgenössischen Kunst.
  • Musée Malraux: Es beherbergt, nach dem Pariser Museum am Quai d'Orsay, die wichtigste Sammlung impressionistischer Malerei überhaupt.
  • Die Docks Vauban: Sie entstanden nach dem Vorbild der Londoner Docks ab 1840. Der gesamte Komplex wurde restauriert und zu einem Einkaufszentrum umgebaut. Heute finden hier auf 52.000 Quadratmetern Läden und Freizeiteinrichtungen ihren Platz. Zu letzteren zählt „Les Bains des Dock" eine Art „Wassertempel" mit verschiedenen Pools und Saunen. Dieses entstand nach den Plänen des Start-Architekten Jean Nouvel und öffnete bereits 2008 seine Pforten.
  • Maison de l‘Armateur Mit der Architektur des 18. Jahrhunderts und einem zentralen Lichthof gilt das „Reeder-Haus" als das wichtigste Museum der Stadtgeschichte von Le Havre.
  • Muséum d'Histoire Naturelle : Das ehemalige Gerichtsgebäude beherbergt eine paläontologische und zoologische Sammlung sowie 8.000 Zeichnungen des Naturforschers Charles Alexandre Lesueur (einzigartig in Europa).
  • Der Yachthafen
  • Die Uferpromenade: Mit breitem Radweg und Strandcafés direkt am Meer.
  • Les Bains des Docks: mehr Infos siehe Vauban-Docks.
  • Der "Treppenrundgang": Genau 89 große Freitreppen bieten die Möglichkeiten, Le Havre, das „Tor zum Ozean", aus erhöhter Perspektive zu betrachten.
  • Skatepark:  Direkt am Meer gelegen, der absolute „Place to go" für alle Fans von Skateboards, Rollerblades....
  • Auf den Spuren der Impressionisten : Genau an den Stellen in Le Havre und Sainte-Adresse, wo die berühmten Originale entstanden, zeigen 9 Schautafeln Werke der impressionistischen Malerei. Der Rundgang beginnt am Handelshafen und endet am Strand von Sainte-Adresse. Im Office de Tourisme ist ein Faltblatt mit Informationen erhältlich.
  • Das Priorat von Graville

 

Der Vorort von Le Havre: Sainte-Adresse 

  • Das Cap de la Hève: Zu Füßen der mächtigen Felsen, Startplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger, eine schöne Promenade am Meeresufer
  • Orientierungstafel: Auf einem der höchsten Punkte gelegen, mit herrlichem Panorama über die Seine-Mündung, Le Havre und den Hafen
  • Les jardins suspendus (Die hängenden Gärten von Semiramis): Eine eindrucksvolle Gartenanlage auf 17 Hektar Fläche. Nach dem Durchschreiten des Ehrentores der Festung von Sainte-Adresse wandeln Sie in den vier Bastionen auf den Spuren berühmter Botaniker. Garniert wird das Vergnügen mit dem Blick über Seine-Mündung, Meer und Hafen.
  • Denkmal "Pain de sucre" und die  Kapelle "Notre Dame des Flots". Nur wenige Schritte von dem an eine Rakete erinnernde Denkmal „Pain de Sucre" steht die entzückende kleine Kapelle „Notre Dame des Flots", deren Wände mit den Devotionalien für die verschollen Seeleute bedeckt sind.

Hier ein Reisetipp, um die Architektur von Le Havre zu entdecken.

Karte
Newsletter