Geschichte und Architektur
Wenn Sie « Normandie » hören, an was denken Sie dann? An Wilhelm den Eroberer, den Mont-Saint-Michel oder an den D-Day? Ja, das alles gehört dazu. Jeder Quadratmeter der Region birgt pure Geschichte: Kelten, Römer, Franken, Wikinger waren schon hier. Wann kommen Sie, um die normannische Geschichte zu erkunden?

Angeführt von Rollo kamen im 9. Jahrhundert die Wikinger aus Norwegen und Dänemark. Aus diesem Grund kam die Normandie auch zu ihrem Namen, denn diese Region ist das Land der Normannen. Burgen und Klöster wie z.B. Jumièges sowie unzählige Dorfkirchen sind Zeugen ihrer hohen Kultur. 911 übertrug der Frankenkönig Karl der Einfältige die Untere Normandie an den Normannen Rolle, um den ständigen Kämpfen ein Ende zu bereiten. Wilhelm, Abkomme des Norwegers Rollo, segelte 1066 mit einer gewaltigen Armada über den Ärmelkanal, er ging siegreich aus der Schlacht von Hastings hervor und wird König von England. So geht Wilhelm der Bastard als Wilhelm der Eroberer in die Geschichte ein.
Der Legende zufolge erschien 708 der Erzengel Michael dem Bischof von Avranches mit dem Auftrag zum Bau einer Kirche auf der Felseninsel, die heute als der Mont-Saint-Michel bekannt ist. Doch der Bischof folgte der mehrfach wiederholten Aufforderung nicht, bis der Engel ihm mit seinem Finger ein Loch in den Schädel brannte. So wird die Gründung der Abtei auf das Jahr 708 datiert. Heute ist der Mont-Saint-Michel eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.
Die Normandie entwickelte sich über viele Jahrzehnte zu einem religiösen Zentrum. Die Eingliederung in das französische Königreich 1204 und die Ereignisse des 100-jährigen Religionskrieges beeinträchtigten jedoch die Entwicklung der Region.
Am 6. Juni 1944 landeten die alliierten Truppen an den normannischen Stränden. Die Operation Overlord sollte eine der größten Militäroperationen der Menschheitsgeschichte werden. Eine Armada von 20.000 Schiffen verließ am 5. Juni 1944 die britischen Häfen, um Europa vom Faschismus zu befreien. Die Städte Saint-Lô, Le Havre und Caen wurden bei den Bombardements schwer zerstört.